
In Togo, einem der kleinsten Länder Afrikas, leben nur 5,8 Mio Menschen. Es gibt aber 45 verschiedene Ethnien und entsprechend viele Sprachen und Lebensgewohnheiten. Mit der Amtssprache Französisch kann man sich jedoch fast überall verständigen. Dazu kommen viele Religionen. Die Togoer - auch Togolesen genannt – haben eine Lebenserwartung von nur 58 Jahren. Das Land kann sich mit Nahrungsmitteln nicht ganz selbst versorgen und muss alle Industrieprodukte - Medikamente natürlich auch - einführen. Der Bildungsgrad breiter Bevölkerungsschichten ist sehr gering. Die Landschaftstypen und Klimata sind sehr unterschiedlich, auf jeden Fall ist es normalerweise heiß, so um die 30°, mal trockener, mal total feucht und schwül.
In diesem armen Land als Freiwillige, als Freiwilliger zu arbeiten, ist spannend, ein bisschen Abenteuer und eine interessante Selbsterfahrung. Aber was kann diese Arbeit bewirken ?
Jeder Volontär muss wissen, dass er in der relativ kurzen Zeit seines Aufenthaltes in Togo nicht sofort eine Änderung herbeiführen, oft nicht einmal das Leben in Togo wirklich verstehen lernen kann. Mit unseren Einsätzen verändern nicht wir die Gesellschaft, wir möchten helfen, dass die Togoer das selbst machen. Wir bringen Menschen zusammen, fördern Beziehungen und Kontakte zwischen den unterschiedlichen Kulturen. Die verschiedensten Menschen haben hier Gelegenheit, miteinander zu sprechen, sich zu entdecken, sich besser kennen zu lernen und auch Freunde zu werden. Das ist nicht wenig, denn in Afrika gelten oft andere Werte als die, die uns in Europa geprägt haben. Deshalb muss jede und jeder die togolesischen Gesetze einhalten und die Sitten vor Ort respektieren.
So kann die Arbeit eines Volontärs, einer Volontärin in einem Dorf, einem Stadtteil nur ein kleiner Schritt sein auf dem Weg, sich gegenseitig zu helfen, miteinander zu arbeiten und so gemeinsam Probleme zu lösen. Wer dazu beiträgt, erfüllt eine wirklich wichtige Aufgabe.
Je nach Wunsch können Volontäre in folgenden Bereichen tätig werden:
im Gesundheitswesen: z.B. in Krankenhäusern und Gesundheitszentren, bei der Aufklärungsarbeit in Vorträgen und anderen Veranstaltungen
in der Erziehungsarbeit: Mithilfe in einer Schule, Übernahme von Unterricht, Aufklärungsarbeit über die Bedeutung des Schulbesuchs usw.
in der Landwirtschaft: Hilfe auf dem Feld, z.B. bei der Bohnen- oder Maisernte, bei der Wiederaufforstung in der Nähe von Schulen.
bei der Arbeit mit Kindern: Anleitung von Waisen und Kindern aus armen Familien bei Spielen, Theaterprojekten, Erlernen von Kunsthandwerken und somit bei der Stärkung ihres Selbstwertgefühls. Hierzu sind gute Französischkenntnisse notwendig.
Die Volontäre können bei einheimischen Familien in einem eigenen Zimmer untergebracht werden und werden von der Gastfamilie verpflegt. Auf Wunsch kann auch ein Hotelzimmer angemietet werden.
Sie können sich über eine Partnerorganisation vermitteln lassen, sich aber auch direkt bei uns anmelden. Der Zeitraum kann individuell abgestimmt werden, sollte aber mind. 1 Monat sein.
Kosten auf Anfrage unter info@afroprojects.org